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GEFAHR IN ÖSTERSUND: KONTAMINIERTES WASSER
Seit ein paar Tagen steht fest: Das Wasser in Östersund und Umgebung ist verseucht. Im Störsjön (der anliegende See hier) ist der Parasit Cryptosporidium durch dreckiges Wasser komplett verbreitet. Jetzt dauert es ca. 2 Monate, bis die Stadt das Problem behoben hat, da der ganze See verseucht ist. Die Wasserressourcen in den Supermärkten sind fast alle aufgekauft und es macht sich ein bisschen Panik breit. Man soll ab jetzt das Wasser immer abkochen und sich weder die Zähne damit putzen, geschweigedenn das Wasser so trinken. In unserem Wellnesscenter hier wurden sogar die Kinderbecken geschlossen und lediglich gesunde Menschen sollen noch schwimmen gehen.
Hier ein Auszug von der Homepage der Kommune:
„2010-11-29
Water probable source of stomach illness
Tests performed by the Swedish Institute for Infectious Disease Control (SMI) have identified the parasite Cryptosporidium in the municipal water system of Östersund. It is very likely that the municipal water is the source of the last week’s cases of stomach illness. The Municipality of Östersund is actively working to find the primary source of contamination, while urging citizens to continue to boil water.“
[http://www.ostersund.se/]
Natürlich ein ganz doofer Zeitpunkt mit dem verseuchten Wasser in dem eigentlich ja so für gutes und klares Wasser bekannten Östersund, deeeenn morgen beginnt der Biathlon-Worldcup. In Deutschland ist die Nachricht deshalb auch schon in allen Medien:
Verunreinigtes Trinkwasser, kranke Sportler und Durchfall bei über 1500 Einwohnern – in Östersund herrscht vor dem Weltcup-Auftakt der Biathleten der Ausnahmezustand. Bei der Mannschaftsführersitzung am Montagabend wurde offiziell verkündet, dass das Wasserleitungsnetz in Östersund mit dem Parasiten Cryptosporidium verseucht ist. Das erst am Montag (29.11.10) angereiste deutsche Team ist von den Durchfall-Problemen nicht betroffen.
„Im Moment siehts bei uns noch gut aus. Aber die Sportler sind angewiesen, kein unabgekochtes Wasser zu trinken oder sich damit die Zähne zu putzen“, sagte Chef-Bundestrainer Uwe Müssiggang dem SID. Panikartige Reaktionen gebe es vor dem ersten Rennen des WM-Winters am Mittwoch (15 km Einzel der Frauen/live in der ARD) bei den anderen Nationen noch nicht, eine Weltcup-Absage sei momentan kein Thema, aber die Lage ernst.
Schweden, Österreicher, Franzosen und US-Amerikaner betroffen
Die schwedische Weltmeisterin Helena Ekholm klagte laut Medienberichten am Wochenende über Fieber, Durchfall und Magenschmerzen. Auch ihr Teamkollege Fredrik Lindström ist betroffen. Außerdem sind Mitglieder der französischen und der österreichischen Nationalmannschaft, darunter Vizeweltmeister Christoph Sumann und Simon Eder, von akutem Unwohlsein betroffen. Auch vier US-Biathleten seien erkrankt.
Mineralwasser ausverkauft
Die Behörden der 45.000-Einwohner-Stadt in Mittelschweden befürchten mehr als 3000 Infektionen. Die Magen-Darm-Symptome können bis zu zwei Wochen anhalten, die Inkubationszeit beträgt eins bis neun Tage. Mineralwasser aus Flaschen ist in Östersund bereits ausverkauft. „Ich war jetzt schon in vier Läden, aber nirgendwo gibt es mehr Wasser“, sagte der norwegische Teamchef Per Arne Botnan.
[http://www.sportschau.de/sp/wintersport/news201011/30/biathlon_verseuchtes_wasser.jsp]
Dann sind wir mal gespannt, wie die Wettkämpfe so werden und vor allem: Ob uns der Parasit wenigstens fernbleibt. Nach meinen ganzen Beschwerden habe ich keine Lust, noch mit einem Parasit kämpfen zu müssen. 🙂
In diesem Sinne: HÄLSA! (= Gesundheit!) 🙂