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Besuch im Hälsocentral Odensala

VonÄnna 9. November 201022. Mai 2025

Eine Woche nach meiner Zahnarzterfahrung musste ich heute erneut einen Arzt aufsuchen, da ich quasi jeden Abend Zahnschmerzen an anderen Stellen hatte, Kopfschmerzen davon bekam und gestern Nacht plagten mich zudem Halsschmerzen. Na toll dachte man sich! Gestern über Tag hatte ich GARNICHTS und dachte, die Zahnschmerzen hätten sich von alleine davongemacht und die Nacht war dann wieder doof. Gestern war ich noch auf dem Stand, erneut zum Zahnarzt gehen zu wollen. Aber nach DER Nacht wollte ich mich dann doch lieber von einem Allgemeinmediziner durchchecken lassen.

Gesagt, getan: Heute Morgen habe ich auf Gorgis Rat hin bei Hälsocentral Odensala (das örtliche Ärztehaus) angerufen. Schwedische Bandansage: Na toll! Ich habe nur gehört, dass man Zahlen zu bestimmten Zwecken wählen soll. Okay, einfach mal die 1! Oh hallo, sie müssen doch die Krankenschwester anrufen, ich bin nur für Rezepte zuständig! Uuups, also lieber die 4. 🙂 Die Frau war sehr sehr nett und hat mich auch ein wenig in schwedisch abgetestet, indem sie die Sachen, die sie in den PC eingab, auf schwedisch sagte und ich sollte kontrollieren, ob alles stimmt. ^^

Einen Termin habe ich dann direkt für 10:20 Uhr bekommen und bin dann mit meinem Begleitservice (danke Mädels :-*) 20 Minuten hingelaufen. War doch auch schön, malwieder einen tollen Schneespaziergang zu machen, oder? 🙂

Dort angekommen, musste ich erstmal 150 SEK Praxisgebühr bezahlen, die hübschen blauen Überstrümpfe anziehen und warten. Im Wartezimmer war es anders als beim Zahnarzt: Voller und irgendwie „normaler“. Da war sogar ein Radio, das leise sowas wie NDR 1 vor sich hingedüdelt hat. Dann wurde ich mit einem schönen schwedischen Akzent aufgerufen „Onna Nooocke?!“.

Zuerst musste ich in einen Vorraum zum Blutabnehmen und Abstrich vom Hals nehmen. Danach wurde ich von einem Arzt aufgerufen: Dr. Niels Hedin – ein ganz netter Mann in Jeans. 😉 In seinem Büro fragt er erstmal: „Welche Sprache wollen wir sprechen? Ich kann ein wenig Deutsch!“  Perfekt, denn mein Spickzettel diesmal war voller Fachbegriffe auf englisch und ich war froh, ihm mein Leiden auf deutsch ausführlich erklären zu können. Er hat mich dann im Gesicht abgetastet und mein Blutbild angeschaut.

Festgestellt hat er nun, dass ich eine Infektion habe. Wahrscheinlich noch Nachwirkungen meiner Nebenhöhlenentzündung aus Deutschland. Er hat mir dann Tabletten und Nasenspray mit Cortison verschrieben, damit die Schwellungen an den Nebenhöhlen und an den Lymphknoten zurückgehen. Daher kam auch der ständig wechselnde Zahnschmerz. Wenn es nicht besser wird, muss nächste Woche nochmal Blut abgenommen werden und eventuell mit Penicillin weiterbehandelt werden. Sprich: Kein Sport, kein Alkohol, ausruhen und „Tee trinken“ – haha! 😉

Passend war auch, dass direkt vor dem „Hälsocentral“ eine Apotheke ist, bei der man eine Nummer abgibt und dann ist in deren PC direkt gespeichert, was man braucht. Für die Tabletten und das Nasenspray habe ich dann nochmal 225 SEK bezahlt. Gottseidank bin ich nicht zum Zahnarzt gegangen. Die hätte mich vielleicht irgendwo behandelt, obwohl der Schmerz gar nicht daher kommt. ^^

Also ich habe erstmal genug von Ärzten, aber ich muss sagen, dass mir die schwedischen Ärzte sehr gut gefallen und man auch immer direkt einen Termin bekommt.

Hoffen wir mal, dass die Schmerzen weggehen und ich dann erstmal wieder „normal“ leben kann hier. 😀

:-*

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