International Christmas Party 08.12.
Das International Commitee hat für die Internationals ein Christmas Dinner vorbereitet, weil viele sehr bald in die Ferien fahren oder wie wir, eine Tour machen und alle anderen dann nicht mehr sehen. Also quasi ein Abschiedsdinner. Da in Östersund City kein geeigneter Platz gefunden wurde, war die Feier leider draußen auf Frösön. Ein bisschen weit weg, aber dazu später mehr. ^^
In Gruppen sollte eine Hauptspeise und ein Dessert gemacht werden. Rieke, Ines, Georg und ich haben einen Nudelauflauf und als Nachtisch Schokoladenpudding mit Vanillesoße gemacht, der am Schluss leider eher nicht so lecker aussah und jeder meinte nur „Was ist das denn?!“ 😀
Mit dem Bus wollten wir dann gegen 18 Uhr nach Frösön düsen. Da fiel Ines und mir erstmal auf, dass wir ein wenig leicht bekleidet sind für unsere Verhältnisse (wir haben uns beim Biathlon beide erkältet). Auf den Bus warten, ist dann auch eher semioptimal. 😉 Angekommen, fand man sich in einem alten Sportheim mitten im Wald wieder. Sah aber sehr gemütlich aus. Drinnen war alles schön gedeckt und vorbereitet. Zum Aufwärmen gab es erstmal einen Glögg. ^^ Guillaume hat sich als Nikolaus verkleidet und fast alle Internationals waren da. Dann wurde auch endlich das Buffet eröffnet und man hat dann wenig gegessen. ^^ – Sehr sehr leckere Sachen. Am besten war unser Nudelauflauf und russische Maultaschen. Mjam. Nach dem Essen gab es ein kleines Quiz, bei dem Ines, Georg und ich nicht gerade ausgezeichnet abgeschnitten haben, aber woher soll man denn wissen, dass die Frage: „Östersund is located between the 4th or 5th big lake in Sweden?“ nicht mit „Ja“ beantwortet wird. 😀 Naja, wir als Sieger der Herzen konnten auch diesen Verlust gut wegstecken. Zumal es danach Nachtisch gab: Schokomuffins, Kalter Hund (mjam), Kuchen undundund. Da haben wir auch nochmal fein zugeschlagen.
Als Abschluss ging dann eine vom Commitee als Nikolaus rum und hat Geschenke verteilt. Jeder sollte ein Geschenk für 20 Kronen mitbringen. Wir Vier haben erstmal die besten Pralinen vom Lidl gekauft names Vanessa und Melanie. Sehr süß. Bekommen haben wir aber auch sehr tolle Sachen: Georg eine Winnie-Pooh-Gravatte. 😀 Ines einen Taschenrechner. Rieke Vaseline. Und ich ein Pokerkartenspiel. Jihaaa, da waren wir dieses Jahr aber wieder brav. ^^
Komisch waren zudem zwei Sachen an dem Abend:
1. Ein alter verwirrter Mann, der auf einmal im Raum stand. Alle dachten, dass er der Besitzer der Räumlichkeiten ist. Das Buffet war noch nicht eröffnet und er stand da und wollte sich schon etwas nehmen. Dann hat er alle Leute angequatscht, konnte aber nur Schwedisch. Schlussendlich hat er sich neben eine Niederländerin gesetzt und sie am Schluss sogar angefasst, bis sie verstört weggerannt ist. Das Commitee hat die ganze Zeit versucht, den Mann wegzubekommen. Er ist hier in Östersund wohl bekannt dafür, dass er mental nicht ganz auf der Höhe ist. Nachher wurde er mit Polizei abgeholt.
2. Das zweite komische Highlight war unsere Rückfahrt: Wir haben an der zweiten Haltestelle auf den Bus gewartet, andere Internationals standen eine Station vorher. Wir hatten alle ein wenig Angst, dass der Bus nicht kommt und wir noch länger in der Kälte stehen müssten. Aber dann kam endlich der Bus zur ersten Haltestelle. Wir haben etwas ungeduldig gewartet (kaaaalt!) und dann kam er endlich zu uns … und fährt vorbei. Aus dem Bus winken die anderen hämisch und machen Fotos. Wir rennen hinter dem Bus her, er hält an und fährt rückwärts. Das Spielchen hat er dann gefühlte 5 Minuten durchgezogen und wir sind alle wie die Enten hin und hergewatschelt. 😀 Im Bus war der Herr Busfahrer dann auch ein Scherzkeks und hat durchs Mikro gesprochen, dass sein Bus noch nie so voll war und dann hat er einen nach einem Bier gefragt (und es auch bekommen;-)). Als wir im Centrum ankamen, meinte er „Müsst ihr zum Campingplatz?! Da fahr ich euch gleich vorbei.“ Der ganze Bus erstmal am jubeln. Ein witziger Busfahrer, der uns nicht in der Kälte stehen lässt, sondern uns direkt zum Camping fährt. (Da wussten wir noch nicht, dass die Route nachher seine echte Route war. :D). Dann kam er nach hinten in den Bus und meinte, woher wir kommen usw. Es standen noch Leute vorm Bus, die reinwollten. Wir so „Wollen Sie die nicht reinlassen?“ und er so „Ich entscheide, wer reinkommt – I’m the captain of the bus!“ Nachdem er dann noch sein hübsches Frauentattoo auf seinem Arm präsentiert hat, sind wir nochmal eine Tour gefahren und nach 45 Minuten sind wir dann auch zuhause angekommen. 😀
Der Abend war sehr witzig, aber auch traurig, da man wusste, dass man viele Leute so schnell nicht mehr wiedersieht. Außerdem war der Kälte-Schwitz-Mix der Erkältung auf Dauer auch nicht gerade gesundheitsfreundlich. War ja klar, dass ich kurz vor unserer zehntägigen Südschwedentour nochmal krankwerde. -.-